Nachdem die gestrige Gemeindeversammlung ja relativ sachlich verlief, will ich mich hier auch nur kurz und sachlich äußern.
Festzustellen bleibt, dass die Schlänger Kirchengemeinde tief gespalten und handlungsunfähig ist. Das Ganze geht, wie Pastor Maik Fleck darlegte, inzwischen so weit, dass die Kirchenarbeit in benachbarten Gemeinden darunter leidet und die negativen Auswirkungen sich über die Grenzen Schlangens verbreiten. Der Schlänger Kirchenskandal hat eine Dynamik entwickelt, die schnell gestoppt werden muss. Hier wäre sicher ein entschiedenes Durchgreifen der Lippischen Landeskirche gefordert, aber deren Oberhaupt, Herr Dutzmann, hat es nicht einmal für nötig befunden, an der Gemeindeversammlung teilzunehmen. Überhaupt machten die beiden Repräsentanten der Landeskirche mal wieder einen kümmerlichen Eindruck auf dem Podium.
Man könnte jetzt an dieser Stelle die vielen Fragen und Kritikpunkte wiedergeben, aber der Zeitaufwand wäre es nicht wert. Stattdessen kann man wirklich nur noch einmal an das letzte Fünkchen Verstand im KV appellieren: Bitte hört auf damit und tretet zurück. So kann und wird es nicht weitergehen. Wenn ihr keinen Platz für einen Neuanfang macht, wird in der Gemeinde niemals Ruhe einkehren. Es kann doch einfach nicht so schwer sein zu verstehen, dass dies keine Basis für eine vernünftige Arbeit ist. Ist man denn wirklich so Machtgeil und glaubt man, dass man damit durchkommt? Nein! Selbst skrupellose Diktatoren würden unter der dargebotenen Argumentation ihren Hut nehmen, es sei denn, sie würden ihre Macht mit Hilfe des Militärs aufrecht erhalten.
Viele Wortmeldungen machten es deutlich und es kann nur eine Lösung geben: Auflösung des KV! Dessen Arbeit sollte in den nächsten Jahren zunächst von einem außenstehenden Gremium, dass aber auch Garnichts mit der Gemeinde Schlangen zu tun hat, übernommen werden. Auch bei den Pastoren muss der Schnitt her und es muss mit neuen Personen begonnen werden. Es ist zwar bedauerlich, wenn einer Auflösung des KV auch offensichtlich vernünftige Geister, wie beispielsweise Herr Bauerkämper zum Opfer fallen, aber im Interesse eines gedeihlichen Neuanfangs ist dies unvermeidlich.
Gestern wurde sehr oft vom Beispiel einer gescheiterten Ehe und der notwendigen Scheidung gesprochen. Aber bei einer Scheidung tragen sowohl der Mann, als auch die Frau, die Konsequenzen und so müssen auch in der Kirchengemeinde beide Seiten die Konsequenzen tragen. Also müssen sowohl Pastoren als auch KV weg.
Nochmal, auf die ganzen Argumentationen der verschiedenen Seiten will ich gar nicht eingehen, das ist alles zu lächerlich, aber im Interesse der Sache kann es nichts anders gegeben als den unabhängigen Neuanfang! Wie heißt es so schön: Der klügere gibt nach! Seien sie bitte einmal klug. So können sie noch mit ein wenig Anstand und Ehre von der Bühne verschwinden.
Sollte es aber wahrhaftig, was ich vom tiefsten Herzen nicht hoffe, so weiter gehen, dann wird es in Schlangen keine ev.-ref. Kirchengemeinde mehr geben. Dann muss auch die Daseinsberechtigung der Lippischen Landeskirche ernsthaft angezweifelt werden.
Es sollten jetzt relativ schnell Entscheidungen fallen. Wer meint, man könne das alles aussitzen, der hat sich getäuscht.
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